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xxx
  Gast schrieb am 27.12.2011 - 00:46 Uhr
http://www.00book.de/smile/klatsch.gif
Ein ganz großes BRAVO zur Weihnachtsgeschichte.
Ihr Jungs seid prima!!!
Freue mich schon sehr auf das nächste Jahr! DANKE!

 

  fan schrieb am 09.12.2011 - 12:24 Uhr
http://www.00book.de/smile/finger.gif
neue Seiten?!

 

  fan schrieb am 01.02.2011 - 12:56 Uhr



SPÄTZÜNDER

Senioren spielen Theater





Dieter Henrichs sorgte mit einer ernsten Solonummer für gebannte Stille im vollen Saal.



Bocholt - Überwältigt von der großen Publikumsresonanz zeigten sich Ralf Melzow und Adi Lang am Sonntagnachmittag, als sie im Kulturort Alte Molkerei die Gründung der „Spätzünder“ anmoderierten. Die beiden Mitbegründer der neuen Sparte der Bocholter Bühne präsentierten dort ihre Idee, älteren Leuten eine Möglichkeit zum kulturellen Engagement zu geben. Darüber hinaus solle die Lebensqualität gesteigert und der Fokus auf die ältere Generation gelenkt werden, erklärte Lang.

Deshalb wird ab dem kommenden Donnerstag eine wöchentliche Probe stattfinden. Danach treffen sich die bisher 14 Laienschauspieler immer donnerstags um 16 Uhr in der Alten Molkerei. Zum Ziel hat sich Melzow mindestens einen großen Theaterauftritt pro Jahr gesetzt und wünscht sich dafür noch weitere Bocholter Senioren, die sich als Laienschauspieler betätigen wollen.






Erhielten von der Sparkasse 1750 Euro für die Spätzünder (v.li.): Christoph Berghorn, Ralf Melzow und Adi Lang.
(Fotos: Sebastian Schmeink)



Im Vorfeld habe es einige Kritiker gegeben, die den Namen „Spätzünder“ als geringschätzige Bezeichnung für alte Menschen, die schwer von Begriff seien, ansähen, sagte Melzow. Das seien sie aber nicht. Der Name soll eher so verstanden werden, dass es für niemanden zu spät ist, sich auf eine Bühne zu wagen.

Diesen positiven Aspekt betonte am Wochenende auch Landrat Dr. Kai Zwicker, der als Schirmherr für dieses Projekt gewonnen werden konnte: „Nicht erst seit Johannes Heesters ist bekannt, dass Theater jung hält.“ Doch da „ohne Moos nix los ist“, wie es Melzow formulierte, fanden die Initiatoren des Projekts zudem einen Sponsor in der Stadtsparkasse Bocholt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung dann mit einem Sketch von Kurt Tucholsky durch Lang und Melzow, der begeistert anmerkte: „Wir haben das hier nicht mit dem Mikrofon geübt, weil wir nicht mit dieser Resonanz gerechnet haben.“ Der bestuhlte Saal war nämlich unerwartet voll.

Im Folgenden sahen die Zuschauer eine lockere, etwa eineinhalbstündige Show, die eine erste Kostprobe der „Spätzünder“ darbot. So traten Magdalena Freund, Dieter Henrichs, Leo Heßling und Adi Lang mit verschiedenen Nummern auf, in denen sie unterhaltsame Kurzgeschichten von Kurt Tucholsky interpretierten. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die ältere Bocholter Generation in der Lage ist, hervorragendes Laientheater zu spielen und die Zuschauer zum Lachen zu bringen.

Besonders stach dabei Dieter Henrichs heraus, der mit einem eher ernsten Soloauftritt für gebannte Stille sorgte. Musikalisch gewürzt wurde der Nachmittag von Miriam Stober (Gesang) und Christoph Berghorn (Klavier). Sie präsentierten unter anderem das Lied „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ aus dem Jahre 1927 und die urkomische Nummer „Kein Schwein ruft mich an“.

Nach einem ausgezeichnetem Programm, das Lust auf die erste Theateraufführung der „Spätzünder“ machte, stellte Melzow fest: „ Diese Stimmung hier im Raum werde ich nicht mehr vergessen“.


VON SEBASTIAN SCHMEINK



01 · 02 · 11



URL: http://www.bbv-net.de/lokales/kreis_borken/bocholt/1487904_Senioren_spielen_Theater.html

© Bocholter-Borkener Volksblatt - Alle Rechte vorbehalten 2011

 

  Pia schrieb am 29.12.2010 - 16:27 Uhr
Hab mir den Dezember mit euch nicht so schön vorgestellt!!!! Herz-klopf
Ich danke euch sehr für diese Erfahrung und freu mich sehr auf weitere schöne Treffen!!!!Klatschen Winken spinnst du

P.S: Die Smilies sind einfach genial!!!!!!WooW Daumen hoch

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  Heinrich schrieb am 08.12.2010 - 23:01 Uhr
Noch 2 Tage bis zur Premier, ich hoffe Kurt und Herbert sind diesmal endlich pünktlich...
 

  FAN!! schrieb am 09.11.2010 - 13:52 Uhr



Bocholter Bühne glänzt mit neuem Stück „Anstaltslos“





Der „Cowboy aus Tacuarembo“ zählte zu den schönsten Szenen, die die Bocholter Bühne präsentierte.
(Foto: st)



Bocholt - Wirre Ärztinnen, die falsche Medikamente verteilen. Spießige Ehemänner, die sich aus Angst vor Hausbesetzern fast in die Hosen machen und nach der Polizei schreien. Dazu wird auch noch nach Herzenslust fantasiert und gemordet. Bei der Premiere ihres neuesten Stücks „Anstaltslos“ tischte die Bocholter Bühne ein Spiegelkabinett voller skurriler Charaktere auf. Und verwandelte den Kulturort Alte Molkerei in ein fantastisches Sanatorium mit bizarren Insassen.

Dabei ging es anfangs noch eher verhalten zu: Eine Gruppe stand mit dem Rücken zum Publikum und amüsierte sich lautstark, als eine „Mitbewohnerein“ ein Selbstgespräch führte. „Ich kann mich mit dem Erwachsen-Sein nicht abfinden“, tönte es aus dem Off. Das Statement hätten die zahlreichen Zuschauer als Warnung auffassen müssen. Denn jetzt reihte sich Szene an Szene und der ganz „alltägliche“ Wahnsinn wurde auf die Spitze getrieben.

So erschien in luftiger Höhe ein Lebensmüder. Bevor der in den Tod springen konnte, wurde er erst einmal kräftig von einer Touristin geschröpft. Sie nahm ihm nicht nur den (teuren ) Anzug und die Brieftasche ab, sondern auch noch den Abschiedsbrief. Am Ende warf sie den verhinderten Selbstmörder eigenhändig in die Tiefe. Die absurde Begebenheit hätten Samuel Beckett oder Eugène Ionesco kaum besser treffen können.



VIDEO
Nicht minder grotesk wirkte die Schauspielerin, die sich per Revolver von ihrem schleimigen Pianisten trennte und sofort mit dem Nachfolger herumschmuste. Oder die Anstaltsbewohnerin, die unter einer anrüchigen Identitätsstörung litt. Sie hielt sich nämlich für ein großes Stück Käse und mischte mit ihrer Panikmache den ganzen Laden auf.

Zwischendurch konnte man Luft holen und sich an Ludwig van Beethovens romantischer „Mondschein-Sonate“ erfreuen. Jedoch nicht lange, denn plötzlich mischte sich sonore James-Band-Musik ein. Und Männer vom Geheimdienst stürmten die Bühne, um mit unsichtbaren Schusswaffen das Feld zu sichern.

„Schutzlos“ waren dem Gelächter des Publikums auch die gebieterische Kellnerin, die ihrer aufsässigen Kundin eine Socke in der Suppe servierte, und ein Liebespaar ausgeliefert. Letzteres hatte sein Verfallsdatum indes längst überschritten. Denn als Robert den Sexakt unterbrach, um sich einen Whiskey zu genehmigen, knallte ihn Henrietta einfach ab.

Zu den schönsten Bildern, die mal komisch-tragisch, mal satirisch-besonnen das sogenannte „Normale“ und den Anstand auf den Kopf stellten, zählte der „Cowboy aus Tacuarembo“. Der Macho war mit seinem Projekt, Eisbären in der heißen Prärie anzusiedeln, gründlich auf die Nase gefallen und besetzte stattdessen ein Eigenheim. Als der Eigentümer auch noch mit ansehen musste, dass ihm die Ehefrau durchbrennen wollte, forderte er den Cowboy zu einem witzigen Stummfilm-Faustkampf a la Charlie Chaplin heraus.

Der Versuch, festgefahrene Denk- und Wahrnehmungsmuster aufzubrechen, ist der Bocholter Bühne mit ihren beißend-sarkastischen Szenen bravourös gelungen. Das ganze Ensemble spielte so homogen und leidenschaftlich, dass kein einzelner Darsteller hervorgehoben werden sollte. Ein Extralob gebührt Regisseur Ralf Melzow. Er gestaltete aus Texten von Kurt Tucholsky, Oscar Wilde oder Monty Python eine Spielvorlage, die den Zuschauer glänzend unterhielt. Und manchen auch sehr nachdenklich gestimmt haben dürfte.


VON MICHAEL STUKOWSKI



08 · 11 · 10



URL: http://www.bbv-net.de/lokales/kreis_borken/bocholt/1439183_Bocholter_Buehne_glaenzt_mit_neuem_Stueck_und_bdquoAnstaltslos_und_ldquo.html

© Bocholter-Borkener Volksblatt - Alle Rechte vorbehalten 2010

 

  Jens schrieb am 09.11.2010 - 13:27 Uhr
Es gibt leider noch keinen konkreten Termin für eine Neuauflage. Aber aufgrund der starken Resonanz könnte es sein, dass Anfang nächsten Jahres nochmal was gezeigt wird...
 

  gast schrieb am 09.11.2010 - 10:51 Uhr
Ihr Theaterstück "anstaltslos" hat mir sehr gut gefallern! Die Darstellung und das homogene Zusammenspiel haben mich sehr berührt, auch wenn ich meinen Zwerg gerade vermisse. Wann spielen Sie das Stück wieder? Danke.
 

  U-Bootfahrende Grabsteinpflegerin (schwanger) schrieb am 01.11.2010 - 18:35 Uhr
Ich fands auch sehr gut, auch wenn ich zum ersten mal (beinahe) beim Mörderspiel den Beruf vergessen habe...
  Email

  FAN schrieb am 01.11.2010 - 11:16 Uhr
Danke Bocholter Bühne für den tollen IMPRO Abend gestern in der Molke! War wieder alles dabei! Weiter so!!Klatschen
 



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